Fotografieren in Zeiten von Corona

Fotografieren in Zeiten von Corona

Das Thema Corona wird uns wohl das gesamte Jahr 2020 beschäftigen, ob wir das nun wollen oder nicht. Seitdem die Pandemie auch in Deutschland angekommen ist, bin ich am ständigen Nachdenken darüber, wie ich in diesen Zeiten meine Arbeit im Bereich der Peoplefotografie weiter gestalten sollte. Die Einhaltung des geforderten Mindestabstands von 2 Metern zwischen Fotograf und Modell sollte kein Problem darstellen. Dagegen ist das Maskieren für beide während des Shootings nahezu unmöglich. Ein „weiter so“ wie bisher kann es im Moment leider nicht geben, denn die Kuh ist noch nicht vom Eis, auch wenn die ersten Ferienflieger mit Versuchs-Touristen nach Mallorca aufgebrochen sind und so manch einer das Gefühl vermittelt bekommt, dass alles schon irgendwie vorbei wäre. Es gelten noch in vielen Bundesländern Kontaktbeschränkungen und aus medizinischer Sicht existieren noch keine wirksamen Medikamente oder gar Impfungen, welche dem Virus den Schrecken nehmen.

Da die Diskussion um eventuell infektiöse Aerosole noch im vollen Gange ist, habe ich mich vorerst dazu entschieden, mein Studio noch nicht wieder zu nutzen und stattdessen nur im Outdoor-Bereich zu arbeiten. Voraussetzung dafür ist jedoch der Wegfall sämtlicher Kontaktbeschränkungen hier in Sachsen. Ich hoffe, dass ich hiermit auf Verständnis stoße und wünsche allen weiterhin beste Gesundheit.


Australien

Hilfe für Koala & Co.

Es passiert nicht oft, dass ich hier um etwas bitte. Aber ich kann auch nicht die Bilder ignorieren, die ich derzeit im Fernsehen anschauen muss. Wenn  Koalas bei ihrer Rettung vor Schmerz schreien oder jegliche Scheu vor dem Menschen verlieren und auf Feuerwehrmänner zugehen, um aus deren Wasserflasche zu trinken, dann blutet mir das Herz. Australien brennt! Das tut es immer einmal aber bedingt durch die langwierige heiße Trockenperiode haben die Brände apokalyptische Ausmaße angenommen. Man schätzt, dass rund 1 Milliarde Tiere bereits ihr Leben verloren haben. Wieviel Lebensraum ihnen durch die Brände genommen wurde, ist noch gar nicht richtig abzuschätzen.

Wir können von Deutschland aus im Moment nicht viel tun. Aber wir können spenden, damit gerettet werden kann, was noch zu retten ist. Die von Helfern geretteten Tiere müssen medizinisch betreut und gepflegt werden. Bis sie wieder zurück in ihr Territorium können (wenn überhaupt), wird einige Zeit vergehen. Alles das gibt es leider nicht zum Nulltarif sondern kostet Geld.

Deshalb bitte ich Sie, Ihr Herz zu öffnen und  mit einer Spende dazu beizutragen, dass die kleinen niedlichen Koalas, Kängurus und was noch so in Australiens Natur kreucht und fleucht gerettet werden können.

Ich selbst bin als Fördermitglied des WWF natürlich mit gutem Beispiel vorangegangen und habe bereits gespendet. Der Link zum WWF-Spendenprojekt für Australien.

Übrigens, diese Spenden sind steuerlich absetzbar. Sie erhalten vom WWF natürlich eine entsprechende Spendenquittung.


Das Bloggen ist eröffnet

Nachdem es so lange gedauert hat, ich mich wochenlang mit dem Webseitendesign herumgeärgert habe, ist es jetzt soweit. Ich starte heute meinen ersten Blog.

Und um was geht’s hier? – Natürlich hauptsächlich um die Fotografie. Wer viel unterwegs ist, der hat auch immer wieder die Gelegenheit, etwas im Bild festzuhalten und darüber zu berichten. Deshalb ist ein großes Kapitel meines Blogs auch der Reisefotografie gewidmet. Selbstverständlich werde ich auch hier hin und wieder das Kapitel Peoplefotografie aufschlagen und für das eine oder andere meiner Projekte die Werbetrommel rühren.

Neben Architektur, Landschaft und Menschen bitte ich aber auch gelegentlich kleine Aliens zum Portraitshooting. Nein, ich arbeite nicht für die NASA. Meine Location ist ganz fest unten auf dem Boden, wo sich Käfer, Schmetterlinge, Bienen, Spinnen, Ameisen und deren Verwandte tummeln und die vor der Makrolinse oft so aussehen, als wären sie kleine oder große Aliens bzw. das, was wir uns darunter so vorstellen. Es geht schlicht und einfach um die Welt der Makrofotografie.

Soweit nun meine kurzen einleitenden Worte zur Eröffnung meines Blog-Kapitels und hier geht es auch gleich zum ersten Reise-Blog über Venedig.


Venedig

In meinem ersten Reiseblog fahren wir über die Alpen nach Venedig. Die Stadt wurde in einer Lagune auf mehr als 100 Inseln erbaut und stieg ab dem Mittelalter zu einer Handelsmetropole und Großmacht im Mittelmeerraum auf. Bis 1797 war Venedig Hauptstadt der gleichnamigen Republik.

Ihre ruhmreiche Vergangenheit sieht man der Stadt heute noch an und so verwundert es nicht, dass Jahr für Jahr Millionen von Touristen nach Venedig reisen, um sich Dogenpalast, Markusplatz oder Markusdom genauer anzusehen. Das dies jedoch nicht immer nur ein Segen ist, lässt sich wohl spätestens beim Blick auf die dampfenden Kreuzfahrtschiffe, die sich auf Augenhöhe mit dem Dogenpalast ihren Weg in Richtung Anlegestelle oder Heimat bahnen, erahnen. Gerade die stählernen Wellenbrecher schädigen nicht nur nachhaltig Venedigs Bausubstanz und das ökologische Gleichgewicht in der Lagune, sondern sie sind mit ihren Abgasen auch dafür verantwortlich, dass es in Venedig mehr Lungenkrebserkrankungen als in allen anderen italienischen Städten gibt. So haben viele Bürger, die längst eine Minderheit in der eigenen Stadt sind, buchstäblich den Kanal voll. Dabei kommt noch hinzu, dass Kreuzfahrttouristen in der Regel Tagestouristen sind, die außer ihren Dreck wenig bis gar kein Geld in der Stadt lassen. Deshalb mein ganz persönlicher Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für Venedig, denn die Stadt hat es verdient. Mieten Sie sich für ein bis zwei oder auch viele Nächte in einem der schönen Hotels ein, genießen Sie die Sehenswürdigkeiten in aller Ruhe und besuchen Sie abends vielleicht ein leckeres italienisches Restaurant. Venedig erkundet man ganz gewiss nicht in den wenigen Stunden eines Tages.

Ich reise nach Venedig immer mit dem Auto, wobei es aber mit der Bahn oder dem Flugzeug auch möglich wäre. Der Flughafen „Marco Polo“ ist in Sichtweite der Stadt und die Bahn rollt bis zum Venezia Santa Lucia dem Kopfbahnhof im historischen Zentrum.

Mit dem Auto führt der Weg meist über die „Ponte della Libertà“. Sie verbindet Venedigs Innenstadt mit den auf dem Festland gelegenen Stadtteilen Mestre und Marghera, die wegen ihrer industriellen Prägung auch als die „hässlichen Schwestern“ von Venedig bezeichnet werden. Gleich parallel daneben verläuft übrigens die PonteVecchio, die Eisenbahnbrücke. Wer kurzzeitig Venedig besuchen möchte, für den ist der Weg über die „Ponte della Libertà“ zu einem der dort in Sichtweite der Stadt gelegenen Parkhäuser der wohl beste Weg. Nach dem Parken des eigenen Wagens und dem Verlassen des Parkhauses wird der Neuankömmling nette Schiffskapitäne treffen, die ihn auf eine Spritztour mit ihrem Boot durch die Stadt einladen. Wie teuer die Fahrt ist und ob die Bootsfahrt das hält, was ihr Kapitän verspricht, kann ich von meiner Seite aus nicht beurteilen, da ich das nie versucht habe. Günstiger wird es wahrscheinlich, wenn man die Vaporetti (Wasserbusse) benutzt. Sie sind das, was man bei uns den städtischen Nahverkehr nennen würde. Sie fahren meist ganz in der Nähe der Parkhäuser ab. Man erreicht mit ihnen via Canal Grande nicht nur den Markusplatz sondern auch die Insel San Giorgio Maggiore, welche genau dem Markusplatz gegenüber liegt.

Der Weg meines letzten Besuches war jedoch ein anderer, denn für einen längeren Aufenthalt mit Hotelbesuch in Venedig empfiehlt es sich, den Weg bis Mestre einzuschlagen, dort seinen Wagen in eines der Parkhäuser einzumieten und dann mit dem Bus bis zu Venedigs Busbahnhof zu fahren. Von dort aus geht es dann entweder zu Fuß über eine moderne aber architektonisch interessante Brücke oder aber mit den o.g. Wasserbussen in Richtung Stadtzentrum. Meine Empfehlung: Machen Sie es wie ich und gehen Sie zu Fuß, denn man kommt hierdurch an Kirchen, engen Gassen, kleinen Kanälen, Palazzos und mittelalterlichen Brücken vorbei, die man sonst so nie kennenlernen würde.

Auch wenn Venedig an der schönen sonnigen Adria liegt, sollte man nicht vergessen, dass es  sich durchaus auch von einer hässlich kalten bzw. trüben Seite zeigen kann.  Im Herbst droht die alljährliche Sturmflut, die den Marcusplatz komplett unter Wasser setzen kann. Wenn möglich sollte man deshalb die Jahreszeiten nutzen, in denen man die Stadt bei schönem sonnigem Wetter erleben kann. Das ist aber keine wirkliche Garantie für durchweg schönes Wetter. Bei meinem letzten Besuch im August reiste ich vom Gardasee kommend in die Stadt. Auf der gesamten Fahrt regnete es in Strömen, was mich wiederum befürchten ließ, dass meine Exkursion nach Venedig buchstäblich ein Schlag ins Wasser werden würde. Mit dem Eintreffen in der Stadt klärte der Himmel jedoch auf und ließ die Sonne wieder lachen.

Und ein Besuch von Venedig zum Karneval? Das habe ich selbst noch nicht versucht. Ich kann Ihnen aber den Termin für 2020 verraten. Von Samstag, den 15.02.2019 bis zum Dienstag, den 25.02.2020 werden dort die Narren von der Leine gelassen. Sie sollten sich aber auf sehr viel Publikum einstellen und vorreservieren.

Was muss man in Venedig nun unbedingt gesehen haben? Da wären natürlich hier zu nennen der Dogenpalast von dem aus die Republik Venedig bis zu ihrem Ende 1797 regiert wurde. Von ihm aus kann man per Fußweg über die überdachte Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri) in das gegenüberliegende Gefängnis (Prigioni Nuove) wechseln. Warum die Seufzerbrücke überdacht ist, sollte sich wohl jeder denken können. Ein Sprung von der Brücke aus in den darunterliegenden Kanal Rio di Palazzo wäre wohl für viele verurteilte Gefangene die letzte Rettung gewesen. Fotografieren kann man das schmucke Bauwerk gegenüber von der Ponte della Paglia aus. Sie sollten nur Geduld mitbringen, denn man ist nicht der einzige Tourist, der diese Absicht hat. Die Seufzerbrücke selbst erhielt ihren Namen übrigens erst später im Zeitalter der Romantik. Ob ein Verurteilter wirklich von dort aus mit einem Seufzen einen letzten Blick in die Freiheit der Lagune geworfen hat, kann man heute nur spekulieren. Nach erfolgter Gefängnisbesichtigung geht es über die Seufzerbrücke wieder zurück in den Dogenpalast. Übrigens: Das Fotografieren und das Filmen sind im Palast grundsätzlich verboten. 

Wer den Glockenturm (Campanile) der Basilica di San Marco besteigen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen. Die Aussicht über die Stadt lohnt sich allemal. Allerdings kann es schon einmal passieren, dass die frei schwebenden Glocken über den Besuchern ganz plötzlich ein ohrenbetäubendes Läuten von sich geben.

Die Rialtobrücke (Ponte di Rialto) erreicht man vom Markusplatz aus am besten zu Fuß. Fans des Hard Rock Cafe können dort natürlich ihre obligatorischen „I was here“- Outfits kaufen. Verlaufen kann man sich übrigens nicht, da es genug Wegweiser bis zur besagten Brücke gibt. Wem das zu weit ist, der kann natürlich auch einen der Wasserbusse nutzen.

Wenn man schon einmal vor Ort ist, sollte man natürlich auch der Insel San Giorgio Maggiore mit ihrem kleinen Jachthafen und der dort ansässigen Benediktiner-Abtei einen Besuch abstatten. Für den Fotografen bietet San Giorgio Maggiore einen vortrefflichen Standort für die wunderbaren Motive auf der gegenüberliegenden Seite mit dem Dogenpalast, dem Markusplatz und dem Glockenturm von San Marco.

Lust noch mehr in Venedig zu sehen? Da wären beispielsweise der Markusdom gleich neben dem Dogenpalast, das Teatro La Fenice, Scuola Grande di San Rocco, der Stadtteil Cannaregio oder aber die Peggy Guggenheim Collection im Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande. Wie schon eingangs gesagt, es ist unmöglich, alle die Sehenswürdigkeiten an einem Tag zu schaffen.

Was fehlt jetzt noch? Natürlich, eine Gondelfahrt. Mit diesen kleinen Booten erreicht man verträumte Gegenden mit schmalen Kanälen, welche für größere Motorboote einfach nicht zu durchqueren sind. Der Preis für rund 30 bis 40 Minuten Rundfahrt beträgt 31 € pro Person (Stand 2019). Rund 6 Personen sollen angeblich in einer Gondel Platz finden.

Mein Hotel in Venedig hieß übrigens Concordia. Von dort aus hatte man den direkten Blick auf die Markuskirche gleich nebenan. Zentraler ging es also nicht mehr. Damit endet auch mein kleiner Blog über eine bezaubernde Stadt, die mit ihrem ganz besonderen und einmaligen Flair Jahr für Jahr Millionen von Besucher anzieht. 


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